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Edition Widergänger

Das Romanwerk von Adam Kuckhoff in der "Edition Widergänger":

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Scherry — Eine Begegnung (1931)


„Verflucht nochmal: Wenn zu einem Werk die zweiten Männer nötig sind, und sie weigern sich, es zu sein, was soll man da mit ihnen anfangen? Ich habe nie in das Lamento mit einstimmen können, wenn bei großen Ereignissen Menschen verbraucht wurden."

Kuckhoffs verfasste seinen Débutroman „Scherry“ gegen Ende der Weimarer Republik. Die darin erzählte Begegnung mit dem fiktiven Clown Scherry und dessen Partner Doré darf als Hommage an das reale Vorbild Grock gelten — doch zugleich geht es um die Utopie der Gemeinschaft und deren alltägliches Scheitern im rücksichtslosen Kampf aller gegen alle.

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Der Deutsche von Bayencourt. Antipatriotischer Roman (1937)


„Man kann Franzose und ein Schweinehund sein. Aber ein Ehrenmann ist man oder ist es nicht, und wenn man es ist, so bleibt man es auch, man kann es nicht heute sein und morgen nicht sein. Und ein Ehrenmann kann auch nichts anderes als die Pflicht gegen sein Land tun, nicht wahr?“

Bayencourt in der Picardie, Mitte 1914: Als der Erste Weltkrieg ausbricht, gerät der deutschstämmige Landwirt Bernhard Sommer plötzlich zwischen die Fronten: viele seiner Mitbürger verlieren das Vertrauen, manche halten ihn sogar für einen Verräter. Sommer selbst verzweifelt an seiner Pflicht, ein „guter“ Franzose zu sein, ohne es als Deutscher wirklich sein zu können. Als eine deutsche Patrouille auf seinem Hof Zuflucht sucht, eskaliert die Situation vollends.

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Strogany und die Vermissten. Kriminalroman (1941)


„Es war in St. Petersburg im Winter 1909/10, in der Zeit zwischen der Revolution und dem Ausbruch des Weltkriegs. Im Zarenreich herrschte Ruhe. Zwar gab es hin und wieder noch Attentate auf hohe Staatsbeamte und Mitglieder der kaiserlichen Familie, aber daran war man seit Jahrzehnten gewöhnt. Selbst die blutigste Sensation stumpft ab, wenn sie alltäglich wird. Und so erweckte das unerklärliche Verschwinden einer Anzahl von Mitgliedern der ersten Gesellschaftskreise in diesem Winter einen größeren Widerhall als jene Attentate…“

Strogany und die Vermissten (1940/41) ist wohl der ungewöhnlichste Kriminalroman, der während des Dritten Reiches in Deutschland veröffentlicht wurde: Widerstandskämpfer Adam Kuckhoff schmuggelte zusammen mit Ko-Autor Peter Tarin alias Edwin Tietjens (1894 – 1944) — ebenfalls Mitglied der Roten Kapelle — zahlreiche zeitkritische Passagen in den Text.

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